Geschichte der Ortsteile unserer Stadt FAlkenstein/ HArz


Meisdorf ist ein Ortsteil der Stadt Falkenstein/ Harz welche sich 2002 im Zuge der Kreisgebietsreform gegründet hat.

Meisdorf selbst wurde erstmals im Jahre 1148 urkundlich als "Meyßtrop" erwähnt.

Dieser Name bezeugt durch das gleichnamige Adelsgeschlecht.  Bis 1572 lebten die Einwohner des Dorfes vorwiegend von der Landwirtschaft, später kam die Erwerbsquelle des Kohle-Bergbaus hinzu. Auf Grund schlechter Qualität und geringer Ausbeute der Kohle, kam der Bergbau im Jahre 1824 zum Erliegen. Auch der 30 Jährige Krieg der von 1618 bis 1648 wüttete verschonte Meisdorf nicht. Der Ort wurde mehrmals geplündert und litt stark unter deren Auswirkungen. Erst ende des 17 Jahrhunderts hatte sich das Dorf erholt, was eine rege Bauphase zur Folge hatte. Dies wird heute noch durch verschiedene Jahreszahlen an einigen Häusern im Ort dokumentiert. Die Entwicklung des Dorfes wurde durch ihre Herrscher, die Falkensteiner bzw. Asseburger geprägt.

Besondere Baudenkmähler sind die Burg Falkenstein und das Schloß Meisdorf, welches heute das Parkhotel "Schloß Meisdorf" ist.


Pansfelde liegt auf der Pansfelder Hochfläche im oberen Schwennecketal auf 280 m Höhe zwischen dem Selketal im Norden und dem Leinetal im Süden. Die Gemarkung Pansfelde umfasst eine Fläche von 22,5 km2. Der überwiegende Teil der Gemarkung ist von Wald bedeckt. Die Landwirtschaft erstreckt sich über das breite Schwennecketal auf der Pansfelder Hochfläche. Auf Grund dieser Tatsache lassen sich die Haupterwerbsquellen der Pansfelder Bürger in der Forst- und Landwirtschaft begründen. Pansfelde liegt im Südosten des Harzkreises und grenzt unmittelbar an den Landkreis Mansfeld-Südharz. In der Gemarkung des Dorfes liegt die Burg Falkenstein, die heute am besten erhaltene Burg des Harzes. Bis 1990 dominierten als Erwerbszweige die Land- und Forstwirtschaft sowie kleinere Gewerbebetriebe. Seitdem gibt es keinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb mehr, statt dessen wird dem aufkommenden "sanften" Tourismus immer mehr Beachtung geschenkt, da Pansfelde in einer ruhigen, reizvollen und landschaftlich noch weitgehend unberührten Umgebung liegt. (Quelle: www.Pansfelde.org)


Degenershausen: Der Gutsbezirk Degenershausen wurde 1872 entsprechend der preußischen Kreisordnung von 1872 zum selbstständigen Gutsbezirk und damit einem Rittergut gleichgestellt. 1928 wurde der Gutsbezirk durch Gesetz vom 27. Dezember 1927 aufgelöst. Das Gut gehörte danach zur Gemeinde Wieserode, jetzt Ortsteil von Falkenstein, Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Besitzer des Gutes waren während dieser Zeit als Fideikommissherren Hans-Heinrich Freiherr von Bodenhausen-Degener (1839–1912), Eberhard Freiherr von Bodenhausen-Degener (1868–1918) und Hans-Wilke Freiherr von Bodenhausen-Degener (1901–1937).

 

Ursprünglich gehörte das Gebiet des späteren Gutsbezirks Degenershausen dem preußischen Fiskus, das von der Oberförsterei Friedrichshohenberg bei Ermsleben verwaltet wurde. Als Nachwirkung der napoleonischen Besetzung waren die preußischen Finanzen stark zerrüttet. Aus diesem Grunde wurden einige Gebiete versteigert, die für die Krone unrentabel waren. Dazu gehörte das Forstrevier Friedrichshohenberg. Der Amtsrat Johann Christian Degener (1775–1854) erwarb 1834 das Forstrevier von der Königlich-Preußischen Regierung in Merseburg. Weitere Flächen wurden noch dazugekauft. In der Folgezeit wurden Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtet. Eine Ziegelei wurde 1836/37 an dem Weg nach Meißdorf errichtet. Sie wurde 1914 geschlossen. Im Jahr 1841 bekam der Besitz den Namen Degenershausen mit Forstrevier Friedrichshohenberg. Degeners Tochter Amalie (1813–1843) heiratete 1833 den Königlich-Preußischen Kammerherrn Hans Constantin Freiherr von Bodenhausen (1799–1862). Der Ehe entsprangen sieben Kinder. Johann Christian Degener verfügte testamentarisch unter anderem, dass aus diesem Besitz ein Fideikommiss gebildet wird, dessen Erbe zum Namen Bodenhausen den Zusatz ‚Degener‘ tragen muss. Eine weitere Forderung war die Errichtung eines Denkmals nahe dem Wohnhaus. Realisiert wurde die letzte Forderung als gusseiserner Obelisk durch die Herzoglich Bernburgische Eisenhütte 1860 (abgerissen 1968, neu errichtet 1993). Die Inschrift am Obelisk lautet:

 

„Dem Stifter des Fideikommisses Degenershausen und Rüben Herrn Amtsrath Johann Christian Degener geb. zu Braunschweig den 28. September 1775 gest. zu Leipzig den 22. November 1834“.

 

Der erste Erbe war der Enkel Hans Heinrich von Bodenhausen-Degener (1839–1912). Er heiratete 1865 in Bridgeport-Connecticut Frances Brooke (1838–1903) geborene Livingston-Butler. Der Ehe entsprangen zwei Kinder, Eleonore (1867–1941) und Hans Eberhard (1868–1918). Der zweite Erbe, Hans Eberhard Freiherr von Bodenhausen-Degener, heiratete 1897 Dora Gräfin von Degenfeld-Schonburg (1877–1969). Der Ehe entsprangen drei Kinder, Karin (1898–1920), Hans Wilke (1901–1937) und Julie (1902–1951). Gäste in Degenershausen in dieser Zeit waren unter anderen Rudolf Borchardt, Henry van de Velde, Rudolf Alexander Schröder, Harry Graf Kessler, Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Pannwitz. In den Jahren 1912 bis 1914 wurde der Park auf 54 Morgen erweitert, das Forsthaus und das Doppelwohnhaus neu errichtet. Der dritte Erbe war Hans Wilke Freiherr von Bodenhausen-Degener. Er heiratete 1925 Anga Gräfin von Douglas (1900–1976). Der Ehe entsprang die Tochter Reinhild (1932).

 

Die Familiengrabanlage im Park wurde 1920 von dem Architekten und Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder entworfen und unter seiner Aufsicht angelegt.

 

Im Jahr 1919 wurden die Familienfideikommisse in Deutschland aufgehoben. In der Zeit bis 1926 wurde der zum Gutshaus heute noch bestehende Landschaftspark angelegt. 1928 fiel das ehemalige Fideikommissgut Degenershausen laut Erbvertrag an Kraft von Bodenhausen in Burgkemnitz. Dieser schenkte es 1938 seinem Sohn Bodo Eberhard. Am 3. September 1945 wurde das Gut enteignet. Nach Kriegsende wurden Heimatvertriebene im Gutshaus einquartiert, danach war es zeitweise Erholungsheim für Verfolgte des Naziregimes und dann Kinderheim. Im Jahr 1953 wurde im Gutshaus eine Zentralschule für die umliegenden Dörfer eingerichtet, die später in eine Polytechnische Oberschule umgewandelt wurde, die bis 1972 bestand. Danach stand das Haus leer und verfiel zunehmend, bis es trotz Denkmalschutzes abgerissen wurde. Von den Wirtschaftsgebäuden des Gutes ist noch eine Scheune erhalten, die heute als Besucherzentrum für den Landschaftspark genutzt wird. (Quelle: Wikipedia)


Wieserode wurde 964 erstmals als Witserode urkundlich erwähnt. Bevor der Ort zur Grafschaft Falkenstein kam, muss er 1295 als Wedderode by de lantwer in Stammerschen Besitz gewesesen sein. 1437 wird es als Wedderode als falkenstenisches Dorf urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörte es zum Schwabengau, zur Grafschaft Falkenstein und geistlich zum Halberstädter Harzbann. 1449 erwerben die Asseburger den Ort, der zu dieser Zeit wüst liegt. Die Neubesiedlung erfolgte 1536 mit 20 besessene Mann (20 Familien). Davon war einer Freimann, der Schenke, die anderen waren Hintersässer und dem Amt zins- und lehnbar. Die zu leistenden Frondienste waren dabei: Auf der Jagd sind die Hintersassen zu helfen schuldig ohne Entgelt. Die Hopfen müssen sie abblatten, erhalten aber eine Knobbe Brot und zwei Käse und wenn sie alle zusammen sind, zwei Legell voll Speisebier. Ihre Weiber und Gesinde müssen die Schafe scheren, erhalten aber für jedes Haupt 1 Strauberpfennig. Briefe müssen sie tragen, jede Meile für einen Mariengroschen. Die 6 Hausgenossen müssen zum Mistladen, Miststreuen, auf der Erntebanse und allerlei Nothdurft in der Haushaltung erscheinen.

 1928 wurde der bis dahin selbstständige Gutsbezirk Degenershausen ein Teil der Gemeinde.

 Die alte, einem nicht bekannten Heiligen geweihte Fachwerkdorfkirche steht in der Mitte des Ortes. Wann sie erbaut wurde, ist nicht bekannt. Über dem Eingang steht allerdings die Jahreszahl 1617. Das Innere besteht aus einer Flachtonnendecke und Emporen auf der Nordseite und einer zweigeschossigen auf der Westseite. Die Emporenbrüstungen sind handwerklich mit Passionsszenen an der Westempore und Aposteln an der Nordempore bemalt (17. Jahrhundert). Der Altaraufsatz von 1615 mit dreiteiliger Predella zeigt Abendmahl, Kreuzigungsgruppe und den ungläubigen Thomas. Darüber der spätgotische Schnitzaltar der auf der Rückseite bemalt ist. Bekrönt wird der Altar durch eine Ädikula. (Quelle: Wikipedia)


Neuplatendorf ist eine der circa 900 Ortsgründungen, die unter Friedrich II. nach den Schlesischen Kriegen erfolgten. Bei diesen Neugründungen war man bestrebt, alte verlassene Siedlungen neu zu beleben. Das traf auch für das neue Platendorf zu. Die alte Siedlung Blattendorf lag allerdings etwas südlicher im Mukarenetal unweit von Wieserode. Diese war 1339 noch besiedelt, aber schon vor dem dreißigjährigen Krieg verlassen wurden. Das neue Platendorf wurde auf der Hochfläche an der von Magdeburg über Harzgerode und Aschersleben nach Nordhausen gehende Straße angelegt. Jeder Ansiedler erhielt einmalig 50 bis 80 Taler Siedlungsgeld. Das Bauholz gab es unentgeltlich aus dem Grenzwald, der gerodet werden musste. Zu jedem Haus gab es sechs Morgen Amts- oder Fiskalacker, der Eigentum des Besitzers wurde. Über das Besitzrecht des Amtsackers wurde ein Erbzinsbrief ausgestellt. 1774 war der Ort mit 60 Familien besetzt.

 

Die 1781 errichtete Kirche ist ein schmuckloser Fachwerkbau mit Dachreiter. Das Innere mit hölzernem Muldengewölbe und schlichter spätbarocker Ausstattung. Der Hochaltar soll aus der Kapelle der Konradsburg stammen. Die Kirche war ein Filial der Kirche von Sinsleben (Ortsteil von Ermsleben). Ein wichtiges Gewerbe war die Herstellung von Hohlmaßgeräten aus Holz. Der Kolonist und Lehrer Weber, der Unteroffizier im preußischen Heer war, hatte dieses Handwerk eingeführt. (Quelle: Wikipedia)


Endorf wurde erstmals urkundlich 934 als „Ansiedlung des Emmo oder Egino“ erwähnt. Ein markantes Bauwerk in Endorf ist die St.-Niklas-Kirche, welche im Jahre 1582 aus Feldsteinen und alten Grabsteinen erbaut wurde. In ihrem Inneren befinden sich ein spätgotischer Schnitzaltar und ein in der Wand eingemauertes Sühnekreuz. Endorf galt im Mittelalter als eine bekannte Münz- und Gerichtsstätte, worauf auch die Flurbezeichnungen Galgen- und Räderberg hinweisen. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde der Ort von dem vor allem durch seinen Benimmratgeber bekannten Adolph Freiherr Knigge erworben. Das Gut Endorf mit dem beeindruckenden Herrschaftshaus mit Freitreppe ging nach der politischen Wende im Ostteil Deutschlands wieder in den Besitz der Familie Knigge über. Vor dem Gut steht ein Findling zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die Endorfer lebten durch die Jahrhunderte hauptsächlich von der Landwirtschaft. Bereits im 15. Jahrhundert wurde hier Schäferei und Schafzucht betrieben.

 

Etwas oberhalb des Ortes steht auf einer Anhöhe eine im Jahre 1857 durch Johann Gottlieb Claus errichtete Holländerwindmühle, die als Ersatz für eine ältere um 1824 an gleicher Stelle abgebrannte Windmühle diente. Sie wurde in den Jahren zwischen 1991 und 1993 restauriert und ist die einzige funktionstüchtige Turmwindmühle des Ostharzes.

Unweit von Endorf befinden sich u.a. die Reste der Konradsburg. Der Ort ist außerdem ein Ausgangspunkt für Ausflüge in den Unterharz und das nordöstliche Harzvorland (Quelle: Wikipedia)


Ermsleben: Die erste urkundliche Erwähnung benennt den Ort als im ehemaligen Schwabengau und im Archidiaconatsgebiet gelegen anno 1045 als Anegrimislebo. Weitere Nennungen sind: 1118 und 1162 Anegrimesleve, 1221 Amgegmesleve, 1276 Enegremsleve, und verschiedene weitere bis 1426 Ermesleven, 1451 Ermslebin. Bei Georg Langlotz: ‚Zwischen Selke und Wipper’ heißt es auf Seite 112: „Ein jetzt wüstes Dörfchen, Anegremsleve minor (Klein-Ermsleben) wird 1155 dicht daneben gelegen erwähnt. Hier war ein eigenes Adelsgeschlecht ansässig, von denen 1162 ein Gero de Anegrimesleve urkundlich als Schöffe am Landesgericht zu Aschersleben auftritt. In einer von Albrecht dem Bären zu Arneburg ausgestellten Urkunde kommt dieser Gero hinter Burghardur de Valkenstein, Walter von Arnstein als Gero von Anegrimesleve vor. Der Letzte dieses Geschlechts Ohicius 1221 soll der Schwager des Graven Hoyer von Valkenstein sein, der durch eine Erbin in den Besitz des Schlosses und der Stadt Ermsleben gekommen sein soll. Seit jener Zeit hat Ermsleben zu den falkensteinischen Gütern gehört und ist als solches im beständigen Besitz geblieben bis zum Erlöschen dieses Geschlechts. Burghard, der letzte Graf von Falkenstein, vermachte noch bei Lebzeiten im Jahre 1332 für sein und seiner Vorfahren Seelenheil Stadt und Schloß Ermsleben wie auch die restliche Grafschaft mit allen dazu gehörigen Gütern, Höfen und Nutzungen dem Stifte Halberstadt zum ewigen Besitztum.“ In den weiteren Jahrhunderten behielt das Domherrenstift Halberstadt dieses ihr Eigentum in Lehenshoheit bis zur Säkularisation unter Napoleon. Es ging nicht immer friedlich ab. Gezankt und gestritten, auch mit den Waffen, wurde viel. Der Rechtsstatus wurde aber beibehalten. Ermsleben war Sitz eines Amtes unter der Oberhoheit des Domstiftes zu Halberstadt und ist heute, obwohl dörflichen Charakters, Verwaltungssitz der Gesamtgemeinde Falkenstein. (Quelle: GenWiki)


Reinstedt wurde im Jahre 964 unter dem Namen Reinstede erstmals urkundlich als Teil der Stiftung des Markgrafen Gero für das Jungfrauenstift Gernrode erwähnt. Seit 1992 war Reinstedt Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein/Harz, die am 1. Januar 2002 in eine Stadt umgewandelt wurde. Seit Juli 2007 gehört Stadt Falkenstein/Harz zum Landkreis Harz.

 

Die Pfarrkirche St. Laurentii wurde in den Jahren 1847–1851 als drittes Gotteshaus im spätklassizistischen Stil neu erbaut. Bereits 1175 zerstörte der Herzog Heinrich der Löwe den Ort und die Kirche. Am 29. Mai 1525 zu Zeiten des Bauernkrieges wurde die Kirche abermals zerstört. Im Inneren ist die Kirche sehr einfach gestaltet. Die Orgel ist funktionstüchtig. 2011/2012 erfolgte die Sanierung der Kirchenfenster. (Quelle: Wikipedia)